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Zitate

Wikiquote: Alexander Mitscherlich – Zitate


Werke

  • Das Diktat der menschenverachtung; 1960 (Über die Vorgehensweise Deutscher Ärzte in den Konzentrationslagern)
  • Auf dem Weg zur vaterlosen gesellschaft. Ideen zur Sozialpsychologie; 1963
  • Die Unwirtlichkeit unserer Städte; 1965 (Kritik an der Zerstörung gewachsener Strukturen in der stadtentwicklung der Nachkriegszeit)
  • Krankheit als Konflikt; 1966 (Studien zur psychosomatischen Medizin, Edition Suhrkamp)
  • zus. m. Margarete Mitscherlich, Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens; 1967
  • zus. m. Margarete Mitscherlich, Die Idee des Friedens und die menschliche Aggressivität; 1969
  • zus. m. Margarete Mitscherlich, Eine Deutsche Art zu lieben; 1970
  • Massenpsychologie ohne Ressentiment - Sozialpsychologische Betrachtungen; 1972
  • Der Kampf um die Erinnerung; 1975 (Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse seit Freud)
  • Das Ich und die Vielen. Parteinahme eines Psychoanalytikers; 1978
  • Ein Leben für die Psychoanalyse; 1980 (Autobiografie)
  • zus. m. F.Mielke, Medizin ohne Menschlichkeit - Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses  1960  Fischer


Leben

Er studierte zunächst Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität München, brach aber das Studium aufgrund von Streitigkeiten um seine Dissertation ab, da sein Doktorvater Paul Joachimsen, ein getaufter Jude, 1932 verstarb und dessen antisemitischer Nachfolger, Karl Alexander von Müller, sich weigerte, Arbeiten seines Vorgängers weiter zu betreuen.Mitscherlich war der Sohn des Chemikers Harbord Mitscherlich und der Clara Mitscherlich, geborene Heigenmooser.

1939 legte er das Staatsexamen ab.Nachdem er 1933 erstmalig verhaftet wurde, ging er nach Berlin, wo er eine Buchhandlung eröffnete, die 1935 geschlossen wurde. Mitscherlich, der später sagen sollte "Zu viel Freizeit kann dazu führen, dass die menschen in Zukunft dazu übergehen, das zu tun, was sie schon immer getan haben, nämlich sich gegenseitig umzubringen", emigrierte noch im selben Jahr in die Schweiz und begann Medizin zu studieren.

Zudem beteiligte er sich aktiv am Versuch der Aufarbeitung der Beteiligung Deutscher Ärzte an nationalsozialistischen Verbrechen.Ab 1947 war er Herausgeber der Zeitschrift Psyche und gründet 1949 die Abteilung Psychosomatische Medizin an der Universität Heidelberg.

Von 1973 bis 1976 hatte er eine Professur an der Universität Frankfurt inne.Von 1960 bis 1976 leitete Mitscherlich das von ihm gegründete Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main.

Mitscherlich war Mitbegründer und langjähriges mitglied der 1961 begründeten bürgerrechtsorganisation Humanistische Union.

1969 erhielt Mitscherlich den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.




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